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17.06.2023

Universitäts- und Hochschulmatrikel (hessische Studenten an inländischen und auswärtigen Universitäten)

 Auch in den Studierendenverzeichnissen außerhessischer Universitäten lassen sich selbstverständlich Studenten aus dem Fuldaer Land finden. Im Folgenden werden solche Quellen - sofern relevant - hier kurz vorgestellt.


Adolf Stölzel: Studirende der Jahre 1368 bis 1600 aus dem Gebiete des späteren Kurfürstenthums Hessen (Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. Neue Folge. Fünftes Supplement). Kassel, 1875 - Digitalisat im Münchener Digitalisierungszentrum.

Stölzel listet in seinem Buch (kur)hessische Studierende des ausgehenden Mittelalters bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts auf, und zwar aus den Universitätsmatrikeln der Hochschulen in Prag (ab 1368), Erfurt (1392-1510), Heidelberg, Leipzig, Wittenberg, Marburg und Mainz (1387-1600). 

05.06.2023

Universitäts- und Hochschulmatrikel (Universität Fulda, 1734-1805)

Die Fuldaer Adolphs-Universität ("Alma Adolphiana") existierte von 1734 bis 1805. In dieser Zeit wurden Universitätsmatrikeln geführt, die Aufschluss geben über die Studenten- und Dozentenschaft.

Literatur

Karl-Heinz Goldmann: Verzeichnis der Hochschulen und hochschulartigen Gebilde sowie ihrer Vorläufer und Planungen in deutsch- und gemischtsprachigen Gebieten unter besonderer Berücksichtigung ihrer (Haupt-) Matrikeln. Ein Versuch. Neustadt a. d. Aisch, 1967. S. 136-137.

Karl A. Leimbach: Die ehemalige Fuldaer Universität. Fulda, 1897. Digitalisat der HLB Fulda: https://fuldig.hs-fulda.de/viewer/image/PPN484658743/ 

Josef Leinweber: Verzeichnis der Studierenden in Fulda: von 1574 bis 1805. Festgabe der Theologischen Fakultät Fulda für Bischof Dr. Eduard Schick zu seinem 85. Geburtstag (= Fuldaer Studien 3). Frankfurt am Main, 1991.

Werner August Mühl: Die Aufklärung an der Universität Fulda mit besonderer Berücksichtigung der philosophischen und juristischen Fakultät 1734–1805 (= Quellen und Abhandlungen zur Geschichte der Abtei und Diözese Fulda 20). Fulda, 1961.

Rainer Polley: Die Adolphsuniversität Fulda 1734–1805. Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs Marburg, Marburg 6. September – 12. Oktober 1984, Fulda 22. Oktober – 30. November 1984 (= Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg 2). Marburg, 1984.

Rainer Polley: "Die Adolphsuniversität zu Fulda 1734-1805. Versuch einer Würdigung 200 Jahre nach ihrer Aufhebung". In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte (ZHG) Bd. 111 (2006). S. 165-179. 

Gregor Richter: Die Studentenmatrikel der Adolphs-Universität zu Fulda (1734-1805) (= Veröffentlichungen des Fuldaer Geschichtsvereins 15). Fulda, 1936. 
Digitalisat der HLB Fulda: https://fuldig.hs-fulda.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:hebis:66:fuldig-225144

Bestände in Archiven

Im Archivgut des Stadtarchivs vor 1945 findet sich unter "XVIII - Schulsachen" des Weiteren folgender Aktenbestand:

A. Universität etc. (4 Akten, 1816-1848)

Das Hessische Staatsarchiv Marburg verfügt unter der Signatur "HStAM 92, 18 - Universität Fulda" zahlreiche der vor allem älteren Aktenbestände aus der Frühzeit der Universität Fulda. Die einzelnen Dokumente sind im Arcinsys recherchierbar.

10.07.2019

Universitäts- und Hochschulmatrikel (andere hessische Universitäten)

Philipps-Universität Marburg (seit 1527)


Als Einstieg in die Akten zu Lehrenden und Studierenden der Philipps-Universität Marburg sei das Portal des Marburger Universitätsarchivs genannt, das einen Überblick über die in Marburg verwahrten Bestände gibt: https://www.uni-marburg.de/de/uniarchiv/recherche

Die einzelnen Aktenbestände sind recherchierbar im Arcinsys. Ein Teil der vor allem für die Familiengeschichtsforschung interessanten Quellen ist bereits digitalisiert und unter diesem Link abrufbar. Dazu gehören:


  • Die Marburger Universitätsmatrikeln (1527-1830)
  • Personenverzeichnisse (1823-1910)
  • Vorlesungsverzeichnisse in lateinischer Sprache (1629-1895)
  • Vorlesungsverzeichnisse in deutscher Sprache (1786-1934)
  • Marburger Professorenkatalog online / Datenbankversion des Catalogus Professorum Academiae Marburgensis von Franz Gundlach (akademische Lehrer der Uni Marburg von 1527-1910; s. auch Literaturangabe und Link zum Digitalisat unten)


Bisher nicht digitalisierte Vorlesungsverzeichnisse (Jahrgänge 1923-1930 und seit 1935) können in der Universitätsbibliothek Marburg oder im Universitätsarchiv in der Druckausgabe eingesehen werden. Weitere Digitalisate von Marburger Vorlesungsverzeichnissen (1629-1646/47) liegen auf dem Server der Universität Gießen.

Im Hessischen Staatsarchiv Marburg werden auch Bestände zur den Studentenverbindungen verwahrt (Bestand HstAM, 311). Eine Recherche ist über Arcinsys möglich.

Weitere Quellen:

Birt, Theodor (Hrsg.): Catalogi studiosorum Marpurgensium cum annalibus coniuncti series recentior 1653-1830. 12 Bände. Marburg, 1903-1914.

Caesar, Carolus Iulius (Hrsg.): Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis 1527-1628. Marburg, 1875-1887.

Diehl, Wilhelm: Stipendiatenbuch der hessen-darmstädtischen Universitäten Gießen und Marburg für die Zeit von 1605-1774. Hirschhorn a. N., 1907. Digitalisat im Internet Archive.

Diehl, Wilhelm: Stipendiatenbuch der Universität Marburg für die Zeit von 1564 bis 1624. Marburg, 1908. Digitalisat im Internet Archive.

Falckenhainer, Wilhelm (Hrsg.): Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis 1629-1636. Marburg, 1888.

Falckenhainer, Wilhelm: Personen- und Ortsregister zu der Matrikel und den Annalen der Universität Marburg 1527-1652. Marburg, 1904. (Enthält auch die Schüler des Pädagogiums und die Studenten der Hohen Schule in Kassel 1633-1653)

Gundlach, Franz und Inge Auerbach: Catalogus Professorum Academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität in Marburg von 1527 bis 1910 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, Bd. 15,1). Marburg, 1927. Digitalisat der UB Marburg.

Justi, Karl Wilhelm: Grundzüge einer Geschichte der Universität zu Marburg. Marburg, 1827. Digitalisat bei Google Book.

Verlag der "Hessischen Chronik" (Hrsg.): Suchbuch für die Marburger Universitätsmatrikel von 1653-1830. Darmstadt, 1927.

von Sybel, Heinrich: Die Universität Marburg und das kurhessische Unterrichtswesen. Band 1: Die Universität. Marburg, 1848. Digitalisat bei Google Books.

Justus-Liebig Universität Gießen (seit 1607; bis 1945 Ludwigs-Universität)


Erste Anlaufstelle für Originalakten ist das Universitätsarchiv, das teilweise auch Bestände vorhält, die weit über die Gründung der Universität Gießen hinaus gehen. Die Bestände sind recherchierbar im Arcinsys. Zu den Online-Angeboten (Link hier) gehören:


  • Eine Datenbank der Promotionen und Dissertationen in Gießen (1884-1945): Direktlink
  • Vorlesungsverzeichnisse seit 1650
  • Personenverzeichnisse der Lehrenden und Studierenden seit 1823
  • Das Bildarchiv der UB und des Universitätsarchivs Gießen: Direktlink


Die UB Gießen hat ein eigenes Portal mit Digitalisaten zur Universitätsgeschichte (darunter Bibliographien, Datenbanken, Einzelpublikationen, Festschriften und Vorlesungsverzeichnissen).


Weitere Quellen:

Diehl, Wilhelm: "Suchbuch für die Gießener Universitätsmatrikel nebst Ergänzungen dazu von 1605-1624". In: Mitteilungen der hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung 6 (1940/41), S. 267-340.

Diehl, Wilhelm und L. Waldhaus: Suchbuch für die Gießener Universitätsmatrikel von 1649-1707. Darmstadt, 1937.
(Das Ortsverzeichnis hierzu erschienen in: Mitteilungen der hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung 6 (1940/41), S. 313-340)

Diehl, Wilhelm: Stipendiatenbuch der hessen-darmstädtischen Universitäten Gießen und Marburg für die Zeit von 1605-1774. Hirschhorn a. N., 1907. Digitalisat im Internet Archive.

Dieterich, Julius Reinhard und Karl Bader (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der Universitäten Mainz und Gießen. Gießen, 1907. Digitalisat im Internet Archive.

Haupt, Herman und Georg Lehnert: Chronik der Universität Gießen 1607 bis 1907. Gießen, 1907. Digitalisat im Internet Archive.

Klewitz, Ernst und Karl Ebel: Die Matrikel der Universität Gießen. Teil 1: 1608-1707. Gießen, 1898. Digitalisat der UB Gießen.

Prätorius, Otfried und Friedrich Knöpp: Die Matrikel der Universität Gießen. Teil 2: 1708-1807 (= Bibliothek familiengeschichtlicher Quellen 11 / Forschungen zur hessischen Familien- und Heimatkunde 23). Neustadt a. d. Aisch, 1957.

Universität Gießen (Hrsg.): Die Universität Gießen von 1607 bis 1907. Beiträge zu ihrer Geschichte. 2 Bände. Gießen, 1907. Digitalisate von Band 1 und Band 2 im Internet Archive - Band 1 enthält u.a. Personalverzeichnisse!

Goethe-Universität Frankfurt am Main (seit 1914 Königliche Universität zu Frankfurt am Main; seit 1932 Goethe-Universität)

Auch hier ist das Universitätsarchiv die erste Anlaufstelle für Aktenbestände. Eine Recherche der Einzelakten ist möglich über das Arcinsys. Zu den vom Archiv digitalisierten Beständen gehören unter anderem:


  • Die Frankfurter Vorlesungsverzeichnisse (ab 1901): Link
  • Die Frankfurter Universitätsreden: Link
  • Die Frankfurter Universitätszeitung (1914-1918): Link


Weitere Quellen:

Heilbrunn, Ludwig: Die Gründung der Universität Frankfurt a. M. Frankfurt / Main, 1915. Digitalisat im Internet Archive.

Kluke, Paul: Die Stiftungsuniversität Frankfurt am Main 1914-1932. Frankfurt / Main, 1972.

Universität Kassel (seit 1633)


Das Universitätsarchiv der Kasseler Universität wird im Hessischen Staatsarchiv Marburg aufbewahrt. Die Bestände sind über das Arcinsys recherchierbar.

Weitere Quellen:

Falckenheiner, Wilhelm: "Die Annalen und die Matrikel der Universität Kassel". In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte. Neue Folge 18 (1893). S. 190-326. [alternativ: Sonderdruck Kassel, 1893]. Digitalisat im Internet Archive.

Technische Universität Darmstadt (seit 1877)


Das Universitätsarchiv der TU Darmstadt berichtet auf seiner Website über die Archivbestände. Alternativ können sie im Arcinsys recherchiert werden. Zur Überlieferung gehören u. a.:


  • Matrikel- und Zensurbücher
  • Kassenbücher
  • Prüfungsakten (seit 1889)
  • Personalakten und Personalverzeichnisse
  • Studierendenakten (seit 1946)
  • Hochschulprogramme
  • Lehrpläne und Vorlesungsverzeichnisse (seit 1865)

Es existieren einige Digitalisate der o.g. Archivbestände, die unter diesem Link eingesehen werden können.


Weitere Quellen:

Holtmann, Annegret: "Das Universitätsarchiv der Technischen Universität Darmstadt". In: Darmstädter Kunst- und Kulturverlag (Hrsg.): 450 Jahre Wissen - Sammeln - Vermitteln. Darmstadt, 2017. S. 320-324.

Präsident der TU Darmstadt (Hrsg.): Geschichte, Struktur, Profil der Technischen Universität Darmstadt. Darmstadt, 2000.